Anliegen
Wir leben in einer Zeit nie dagewesener Veränderungen. Neue technische Möglichkeiten haben zu weitreichenden Umwälzungen in allen Lebensbereichen geführt. Die Tragweite menschlichen Handelns hat ein Ausmaß erreicht, das für die gesamte Menschheit und für alles Leben auf der Erde schwerwiegende Folgen hat. Daraus entsteht Verantwortung. Wie gehen wir damit um?
Was sind die Beweggründe unseres Handelns? Was sind unsere eigentlichen Ziele – und wohin sind wir unterwegs? Was gibt unserem Leben Erfüllung und Sinn? Viele Menschen fragen: Gibt es überhaupt einen Sinn im Leben? Worauf können wir Hoffnung gründen und Visionen bauen? Gibt es eine ordnende Kraft, die hinter allem wirkt?
Welche Antworten gibt uns die herrschende transzendenzverschlossene Wissenschaft auf diese zentralen Fragen der Menschheit?
Viele Menschen sind auf der Suche nach Antworten, die sie in den überlieferten Weltbildern nicht bekommen. Viele suchen Orientierung und Zuversicht in einer Welt, die aus den Fugen zu geraten droht. Und viele spüren in sich eine Sehnsucht, die weiter reicht als die Verlockungen eines Lebens in materiellem Wohlstand. Eine Fülle von Erfahrungen und schwer erklärbaren Phänomenen weist über diese Weltsicht hinaus auf einen geistigen Bereich unseres Lebens. Herkömmliche wissenschaftliche Erklärungsmodelle sind überfordert, Glaubenssysteme bieten sich an. Welten tun sich auf, in denen sich verlieren kann, wer sich eigentlich finden wollte.
In dem Bewusstsein, dass Wahrheit immer subjektiv erfasst wird, will Via Mundi keine absoluten Antworten geben, sondern ein Forum für Begegnung, Anregung und Austausch sein. Wir wollen weiterfragen, wo wissenschaftliche Erkenntnis an ihre Grenzen stößt. Wir wollen uns den zentralen Fragen des menschlichen Daseins stellen und die spirituellen Bedürfnisse und Erfahrungen der Menschen ernst nehmen. Im Wissen um unsere kulturellen, religiösen und wissenschaftlichen Wurzeln suchen wir nach dem, was Erkenntnis und Erfahrung miteinander verbindet, wollen Brücken schlagen zwischen Wissenschaft und Religion. Und wir wollen Halt und Orientierung finden, wo das alte Denken nicht mehr trägt und wir uns dem Neuen öffnen. Dabei sind uns Offenheit und Toleranz dem Andersdenkenden gegenüber wichtig.
Manches kann nicht über Worte und Erkenntnis vermittelt werden, sondern nur durch eigene Erfahrung. Und der Ursprung unseres Handelns kommt aus unseren Herzen. Deshalb versuchen wir, ein erweitertes Verständnis nicht nur durch Vorträge und Gespräche, sondern auch über andere Wege wie Selbsterfahrung, Meditation oder Kreativität zu erreichen.
Via Mundi – „der Weg der Welt“ ist auch unser Weg. Wie wir mit der Welt und allem, was auf ihr lebt, umgehen, wird uns zum Schicksal. Und kann uns zum Quell tiefster Freude und Erfüllung werden.
Botschaft eines der Ältesten der Hopis zu unserer Zeit
Wir hatten den Menschen gesagt, wir seien in der elften Stunde.
Nun gehe zu ihnen zurück und sag ihnen: „Jetzt ist die Zeit gekommen!“
Und es gibt Dinge, die jetzt beachtet werden müssen.
Wo lebst Du?
Was machst Du?
Wie sieht es mit Deinen Beziehungen aus?
Bist Du in guter Partnerschaft?
Wo ist Dein Wasser?
Kennst Du Deinen Garten?
Jetzt ist es Zeit, die Wahrheit zu sprechen!
Schafft Euch Eure Gemeinschaft.
Seid gut zueinander.
Und sucht keinen Führer irgendwo draußen.
Es könnte jetzt eine gute Zeit sein!
Da ist ein Fluss, der jetzt sehr schnell fließt.
Er ist so groß und schnell, dass er vielen Angst macht.
Sie werden versuchen, sich am Ufer festzuhalten.
Wisse, der Fluss hat seine Bestimmung.
Wir müssen das Ufer jetzt loslassen, uns in die Mitte des Flusses vorwagen,
die Augen offen und den Kopf über Wasser halten.
Die Zeit des einsamen Wolfes ist vorbei.
Sammelt Euch!
Streicht das Wort Kampf aus Eurer Einstellung und Eurem Vokabular.
Alles, was wir jetzt tun, muss in heiliger Weise und als Feier
unternommen werden.
Wir sind die, auf die wir gewartet haben.