Miralmas e.V.
Verein zur Förderung und Entwicklung von pädagogischem Mut
Kinder, Jugendliche, ganze Schulklassen (und das Kind im Erwachsenen) finden in der „Schule ohne Klassenzimmer“ einen Ort, an dem sie sich selbst und ihren Lebenszielen begegnen dürfen; frei von den Zwängen der Schule und der Alltagssituation findet ein Lernen aus dem gemeinsamen Leben statt. Das Interesse von Mensch zu Mensch bildet die Grundlage allen Tuns. Seit sechs Jahren existiert die pädagogische Initiative im Süden Russlands und seit bald drei Jahren hat sie ihr eigenes Gelände am Fuße des Kaukasus‘. DerAufbau und Ausbau des Geländes und der Gebäude fordert viel Einsatz, Opferbereitschaft und auch finanzielle Mittel. Als völlig „private“ Initiative (nur so ist die Freiheit der Arbeit gewährleistet) trägt sie sich aus den selbsterwirtschafteten Mitteln und dem, was ihr an Spenden zufließt. Miralmas e.V. in Stuttgart ist der wesentlichste Pfeiler, auf dem die „Schule ohne Klassenzimmer“ ruht; ohne ihn wäre ihre Existenz in Frage gestellt. Der folgende Jahresbericht 2011 gibt einen Eindruck, wie sich das vergangene Jahr gestaltet hat (weiteres zur Schule ohne Klassenzimmer ist unter www.miralmas. de nachzulesen).
Die "Schule ohne Klassezimmer" im Jahr 2011
Das Jahr 2011 war ein Jahr mit vielen Ereignissen, Erfahrungen, Überraschungen und Wundern, kurz, es war ein erfülltes und bewegtes Jahr für die Schule ohne Klassenzimmer.
Die pädagogische Arbeit: Im Januar waren die 8. Klasse aus Moskau (Schule Rastok) und die 10. Klasse aus Woronesch (Schule Raduga) zur Epoche
in Samurskaja. Den ganzen Februar und die erste Hälfte des März war Ruhe im Haus (Lena und Gunter waren in Deutschland). Im April kamen dann Schüler der 6. Klasse aus Moskau (Schule Semejni Lad) zur Geologie-Mineralogie-Astronomie Epoche und die Sozialpädagogin Rita Kienen aus Würzburg war zu Gast. Mai und Juni waren keine speziellen Epochen mit Kindern, vielmehr war es eine Zeit, in der das Gelände selbst besondere Beachtung und Pflege erfuhr und auch die Vorbereitungen für das Sommerlager ihre Zeit forderten.
Anfang Juli kam fast das ganze Kollegium der kleinen Schule „Rastok“, was so viel wie „Keimling“ bedeutet, um in einem Seminar die weitere Entwicklung ihrer Initiative zu besprechen. Gleichzeitig kamen auch die Kinder des Kollegiums mit, so dass wir schon ein kleines „Vorsommerlager“ hatten. Es war eine gute Woche intensiver seminaristischer Arbeit mit den Lehrern und auch eine interessante pädagogische Aufgabe mit den Kindern. Einige Teilnehmer dieser Seminararbeit blieben gleich bei uns, um dann am Sommerlager teilzunehmen und Lena und Alexej kamen aus Samara.
Das Sommerlager begann am 17. Juli und ging bis zum 8. August. Dieses Jahr kamen fast ausschließlich neue erwachsene Teilnehmer und viele Kinder und Jugendliche der vergangenen Jahre ohne Begleitung ihrer Eltern. Wie im vergangenen Jahr waren es weniger Erwachsene als Kinder und Heranwachsende und auch wieder nur wenige Männer. Für die Wanderung kam dann aber doch eine Gruppe „fast“ Erwachsener: Teilnehmer vom letztjährigen Jugendlager, die viel Gepäck tragen können.
Die ersten zwei Wochen in Samurskaja im Zelt verliefen weit ruhiger als im vergangenen Jahr, es gab ja am Haus keine Arbeit mehr. Es war eine Zeit mit vielem, was den Impulsen der Jugendlichen entsprang: intensive Proben brachten ein schönes Musical zu Stande, Einrichten eines Volleyball-Platzes machte Spielen möglich oder auch das Einrichten des zweiten Hauses schuf einen Raum für gemeinsame Gespräche. Geburtstagsfeste, kleine Wanderungen und vieles andere schufen eine abwechslungsreiche Zeit.
Die Wanderung durch den Kaukasus führte uns auf bekannten Wegen, aber diesmal auf einem Kreis zurück nach Samurskaja und nach einem Tag Pause gleich weiter ans Meer, an eine Stille Bucht mit bizarren Felswänden. Die Wanderung und die Zeit am Meer waren in sozialer Beziehung ein Lernweg für viele, da so manches nicht den gewohnten Feriensituationen entsprach.
Gleich im Anschluss an das Sommerlager kamen aus Deutschland Moritz und Larissa für drei Wochen zu Gast.
Lena und Gunter waren dann in Georgien zum Lehrerseminar und anschließend in Deutschland.
Der Oktober war eine Zeit ohne Schüler. Es war klar, dass Lena und Alexej zunächst nicht zu einer Epoche kommen können und zu zweit brauchten wir eine Pause. In November kam dann ein Junge von 12 Jahren, der im Augenblick keine Schule hatte und dem auch therapeutische Betreuung gut tat. Er war bis kurz vor Weihnachten bei uns. Für drei Wochen bekam er Gesellschaft von der 6. Klasse aus Nijni Novgorod, die allerdings nur aus zwei Mädchen bestand. Es war ein rascher Entschluss der Schule, nachdem wir uns am Periodischen Seminar in Moskau kennengelernt hatten.
Exkursionen zur Geologie waren nur wenige möglich, da der November einen sehr frühen Wintereinbruch bescherte. Aber für die Physik- und Astronomie-
Epoche war das Wetter nicht so wichtig und auch für die Mineralogie ist genug Material im Haus.
Über die Weihnachtstage waren keine Schüler da, aber bereits am 3. Januar 2012 kam die 10. Klasse aus Moskau und eröffnete das Neue Jahr.
Seit Anfang November haben wir auch ein junges Ehepaar (Olga und Wowa) aus Samara bei uns, das auf noch unbestimmte Zeit mitarbeiten und helfen will.
Gelände und Haus: Außer kleineren Reparaturarbeiten und einem Außenanstrich ist am Haus nicht viel zu machen gewesen. Dafür hat das Gelände eine wesentliche Neugestaltung erfahren. Im Mai, wie berichtet, kam eine „Helfertruppe“ aus Samara für eine Woche und hat vieles geleistet. Tanja, Wowa, Lena und ich hatten bis dahin und im Sommer, wenn keine unmittelbar pädagogischen Aufgaben anstanden, auch einiges am Gelände und im Garten tun können.
Ausblick auf 2012: Nachfragen für Epochen mit Schulklassen und auch Einzelbesuche für das kommende Jahr zeigen, dass sich die pädagogische Arbeit fortsetzt. Die zur Verfügung stehenden Mittel lassen die Realisierung eines Neubaus mit neuem Wohnraum und vor allem Bad und Toilette in erreichbare Nähe rücken und auch das zweite kleine Haus, das inzwischen ein abgedichtetes Dach und einen funktionierenden, renovierten Ofen bekommen hat, könnte dann zur Werkstatt umgebaut werden.
Dank: Unsere kleine Initiative, die versucht, einen Raum für die Entwicklung und Entfaltung der Seelen zu schaffen, ist dem großen Kreis helfender Menschen, die uns tragen und stützen, tief dankbar. All die Spenden, seien es finanzielle oder solche aus dem Herzen für die Seele, die Mut zur Weiterarbeit machen, sind uns Nahrung, die wir mit Demut gerne annehmen.
Wir bemühen uns, das Erhaltene an die uns vertrauenden jungen Menschen weiter zu geben, „ohne Abzüge“, wie man im Wirtschaftlichen sagt.
Miralmas e.V.
Verein zur Förderung und Entwicklung von pädagogischem Mut
Dem Verein MIRALMAS ist es ein großes Anliegen dieses Projekt zu fördern und „Die Schule ohne Klassenzimmer“ zu stärken, damit möglichst viele Kinder ihr eigenes Leben und den Eingang in die Zukunft der Gesellschaft aller Menschen finden können. Daher unsere Bitte um eine Unterstützung in Form einer auch kleinen Spende und guten Gedanken für „Die Schule ohne Klassenzimmer“. Wir können garantieren, dass auch die kleinste Spende zu 100% ihrem Verwendungszweck zugeführt wird, da alle Verwaltungskosten aus eigenen Mitteln des Vorstandes und der Mitglieder getragen werden. Unterstützen Sie die Initiative „Die Schule ohne Klassenzimmer“, um Kindern zu helfen, die an der Zukunft unserer Welt beteiligt sind.
Vielen Dank für das Lesen dieser Ausführungen und mit den besten Wünschen für Sie und herzlichen Grüßen
Bodwin und Inga Gebhard für den Vorstand von MIRALMAS e.V.
Miralmas e.V., Verein zur Förderung und Entwicklung von pädagogischem Mut
Schwarzäckerstr. 3
70563 Stuttgart
Email: miralmas@miralmas.de
Internet: www.miralmas.de
Für jede Spende, die mit Namen und Anschrift des Spenders eingeht, wird eine steuerlich wirksame Spendenbescheinigung ausgestellt. Spenden bitte auf das folgende Konto der BW Bank Stuttgart:
Kontonr.: 2609980 BLZ: 600 501 01
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